Erste Woche im Referendariat – gut ankommen, Orientierung finden, gesund bleiben

Titelbild für einen Blogartikel mit der Aufschrift „Deine erste Woche im Referendariat“. Zwei Lehrkräfte unterhalten sich beim Gehen durch einen modernen Schulflur, darunter steht „Tipps – Checkliste – Orientierung“.

Gut ankommen, Orientierung finden, gesund bleiben

Der Einstieg ins Referendariat ist mehr als ein neuer Job. Er bedeutet den Wechsel in ein System, das durch feste Abläufe, klare Hierarchien und neue Rollen geprägt ist. Gerade in den ersten Tagen prasseln viele neue Eindrücke gleichzeitig auf dich ein: neue Menschen, neue Erwartungen, neue Routinen. In dieser Phase entscheidet sich oft, wie sicher und strukturiert du dich im neuen Umfeld fühlst und ob du das Gefühl hast, Schritt für Schritt anzukommen oder ständig hinterherzulaufen.

Inhalt:

Warum die erste Woche so wichtig ist

In der ersten Woche entscheidet sich oft nicht, ob du „gut unterrichten kannst“, sondern ob du dich im Schulalltag zurechtfindest. Weißt du, zu wem du mit welcher Frage gehen kannst? Weißt du, wie ein typischer Tag an deiner Schule abläuft? Und hast du zumindest grob im Blick, was in den nächsten Tagen auf dich zukommt?

Wenn diese Orientierung fehlt, entsteht schnell Stress. Oft ist unklar, wann der richtige Moment ist, sich vorzustellen, wer für Hospitationen zuständig ist oder welche Erwartungen in den ersten Tagen tatsächlich gelten. Diese Unklarheiten kosten Energie und führen dazu, dass man zögert, Gespräche aufschiebt oder sich innerlich ständig fragt, ob man etwas Wichtiges übersieht.

Ein Werkzeug für den Start in die erste Woche deines Refs

Deine erste Woche im Referendariat (Arbeitsblatt zur Orientierung mit Checkliste + Hospitationsplan)

Dieses Arbeitsblatt unterstützt dich dabei, mit klarem Fokus und ohne Überforderung ins Referendariat zu starten. Es führt dich Schritt für Schritt durch die wichtigsten Stationen der ersten Tage – von der Vorstellung bei zentralen Personen über die Informationsrecherche bis hin zur Hospitation.

Themen (Ref.): Einstieg ins Referendariat
Materialtyp: Arbeitsblätter
Umfang: 3 Seiten

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Dabei unterstützt dich das Arbeitsblatt in der ersten Woche:

  • Beziehungen aufbauen: Mit der Übersicht behältst du im Blick, bei wem du dich in der ersten Woche vorstellen solltest (von der Schulleitung über Mentor*innen und Kollegium bis zum Hausmeisterteam)
  • Schulalltag verstehen: Durch die Verknüpfung mit der Checkliste zum Schulstart lernst du frühzeitig die formellen und informellen Abläufe deiner Schule kennen.
  • Hospitation sinnvoll nutzen: Das Material hilft dir, deine ersten Beobachtungen gezielt zu planen und zu reflektieren, z. B. mit einem klaren Fokus auf Lehrverhalten, Klassendynamik oder ein einzelnes Thema.

Wer vorbereitet startet, schützt sich. „Deine erste Woche“ ist kein Pflichtprogramm, sondern ein Werkzeug, um mit Struktur, Sicherheit und Selbstvertrauen ins Referendariat zu gehen und so früh die Weichen für ein gesundes Berufsleben zu stellen.

Du kannst das Material kostenlos downloaden. Druck es dir aus und nimm es am ersten Tag mit, als Starthilfe und zur eigenen Entlastung.

FAQ – Häufige Fragen in der ersten Woche des Referendariats

Ankommen & Einordnen

Die erste Woche bringt viele neue Eindrücke, Erwartungen und soziale Situationen mit sich. Ohne klare Orientierung entsteht schnell das Gefühl, alles gleichzeitig leisten zu müssen. Ein strukturierter Einstieg, der die wichtigsten Aufgaben, Personen und Termine bündelt, hilft dabei, den Fokus zu behalten und Schritt für Schritt im neuen Umfeld anzukommen.

Gerade zu Beginn ist oft unklar, wer wofür zuständig ist und welche Erwartungen realistisch sind. Diese Unsicherheit kostet Energie und verstärkt Stress. Eine gezielte Vorbereitung auf zentrale Ansprechpartner, Abläufe und Rollen schafft Sicherheit und erleichtert es, aktiv Beziehungen aufzubauen und Verantwortung einzuordnen. Dazu zählen folgende Personen:

  • Schulleiter*in
  • Fachschaftsleiter*in
  • Mentor*in
  • Hausmeister*in
  • Sekretär*in

Hospitationen sind wertvoll, können aber schnell überfordern, wenn kein klarer Beobachtungsfokus vorhanden ist. Wer von Anfang an gezielt hinschaut, zum Beispiel auf:

  • Unterrichtsführung,
  • Klassenklima oder
  • einzelne didaktische Aspekte,

gewinnt Orientierung und kann Beobachtungen besser einordnen. Eine strukturierte Vorbereitung unterstützt dabei, aus den ersten Eindrücken konkrete Lernimpulse mitzunehmen.

Organisation & Alltag in Woche eins

Ob du eine E-Mail schreibst, anrufst oder sogar persönlich vorbeischaust, spielt im Endeffekt keine Rolle. Damit du entspannt starten kannst, musst du wissen, was dein erster Anlaufpunkt am ersten Tag sein wird. Mit dieser Information kannst du entspannt in dein Referendariat starten.

Rechtlich ist das nicht erforderlich. Es reicht aus, am ersten offiziellen Schultag an der Schule zu erscheinen.

In der Praxis ist es jedoch gern gesehen, wenn man sich vorab kurz meldet, u.a. um zu klären, wo man sich am ersten Tag einfinden soll und an wen man sich wendet. Das schafft Orientierung und vermeidet unnötige Unsicherheit.

Unabhängig davon gilt: Das Sekretariat ist in der Regel immer die erste Anlaufstelle und hilft bei allen organisatorischen Fragen weiter.

Das ist von Schule zu Schule unterschiedlich. In vielen Fällen ist jedoch das Sekretariat die erste und wichtigste Anlaufstelle. Dort laufen die organisatorischen Fäden zusammen.

In meinem eigenen Referendariat habe ich mich am ersten Tag auch bei unserer Sekretärin gemeldet. Dort habe ich meinen Schlüssel erhalten, die Zugangsdaten für das schulinterne System bekommen und organisatorische Hinweise. Anschließend hat sie mir die Stundenpläne meiner Mentorinnen ausgehändigt und mich ins Lehrerzimmer gebracht, wo ich auf sie warten sollte.

Genau deshalb lohnt es sich, vorab kurz Kontakt mit der Schule aufzunehmen, um zu klären, wie der erste Tag konkret abläuft und an wen man sich zunächst wenden soll. Das sorgt für Orientierung und nimmt gerade am ersten Tag viel Unsicherheit.

Im Referendariat wäre das sehr ungewöhnlich. Die ersten Tage dienen vor allem zum Ankommen. Stelle dich dem Sekretariat, Hausmeisterteam, Kollegium sowie der Schulleitung vor und sammle die ersten Informationen über die Organisation der neuen Schule. Die restliche Woche besteht vorrangig aus Hospitationen und Gesprächen mit deinen Mentorinnen und Mentoren. Hier bekommst du ihre Stundenpläne und erfährst, welche Klassen du übernehmen wirst. Das sind die ersten wichtigen Informationen für deine Planung. Frage unbedingt nach dem Stoffverteilungsplan und dem aktuellen Lernbereich.

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