Als Klassenlehrerin einer neuen 5. Klasse erlebe ich hautnah, wie tief Social Media bereits im Alltag der Kinder verankert ist. Schon nach wenigen Wochen habe ich gemerkt, wie selbstverständlich Themen wie WhatsApp-Gruppen, Insta-Stories und TikTok-Videos in ihren Gesprächen auftauchen. Besonders in ihrem Klassenchat teilen die Schüler*innen Inhalte ungefiltert und sind sich oft nicht bewusst, welche Auswirkungen diese auf ihre Privatsphäre haben können. Es fiel mir auf, dass viele von ihnen kaum wissen, was ein sicheres Passwort ist oder wie sie persönliche Daten schützen können.
Eine aktuelle Studie der WHO zeigt, dass Jugendliche weltweit immer mehr Zeit auf Social Media verbringen, was nicht nur ihr Verhalten, sondern auch ihr Selbstbild und den Umgang mit Informationen beeinflusst. Diese Beobachtungen und die Erkenntnisse aus meiner Recherche bestärkten meinen Entschluss, das Thema Medienkunde im Unterricht aufzugreifen – nicht nur im Hinblick auf Cybermobbing, sondern umfassender. Hierbei sollten wichtige Themen wie Datenschutz, Fake News und der kritische Umgang mit Nachrichten im Internet behandelt werden.












