Worum geht es im Roman „Bis die Sterne zittern“?
Es ist das Jahr 1936 und Deutschland in der Hand der Nationalsozialisten. Der 15-jährige Harro gerät am ersten Tag der Sommerferien in eine Auseinandersetzung mit der Hitlerjugend. Doch bevor die Situation eskalieren kann, helfen ihm Unbekannte aus seiner misslichen Lage und laden ihn ein, einmal zu einem Treffen vorbeizukommen.
So lernt Harro allmählich seine neue regimekritische Clique aus Leipzig-Connewitz kennen, die das nationalsozialistische Gedankengut ablehnt. Er verbringt viel Zeit mit den neuen Freunden, sie treffen sich am Kino oder bei der Kirche, hören verbotene Musik und lesen verbotene Schriften. Gerade, als er sich in seiner Clique wohl fühlt und Anklang findet, wollen seine Eltern, dass er der Hitlerjugend beitritt. Er beugt sich deren Wunsch und tritt in die Jugendbewegung ein.
Jedoch gerät er hier relativ schnell mit dem Kameradschaftsführer aneinander und verlässt die HJ schon nach kurzer Zeit wieder. Harro stürzt sich noch mehr in den Widerstand seiner Gruppe hinein und lernt, sich zu verteidigen. Er durchlebt die erste Liebe, gerät in Auseinandersetzungen mit der Hitlerjugend, philosophiert über Politik und Staat. Die Clique kleidet sich anders, veröffentlicht eine kritische Glosse und macht verbotene Ausflüge. Immer häufiger gerät Harro in Schlägereien und Protestaktionen.
Die Aktionen der Clique bleiben scheinbar nicht folgenlos, denn Harro wird eines Tages von der Gestapo festgenommen, gefoltert, in eine Zelle eingesperrt und befragt. Zu seiner Überraschung wird er nach 3 Tagen wieder frei gelassen und berichtet seinen Eltern anschließend einige seiner Taten. Er verbringt einen schönen Abend mit seinen Freunden, doch nur wenige Zeit später wird Heinrich, sein bester Freund, ebenfalls von der Gestapo festgenommen. Im Gegensatz zu Harro verbleibt Heinrich in den Fängen der Nationalsozialisten, weil er homosexuell ist. Harro bleibt zurück mit der Gewissheit, dass es das Richtige ist, sich gegen das System aufzulehnen und will sich auch in Zukunft nicht beugen und für seine Werte einstehen.